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Gehört ein Handy in die Schultüte?

Der kleine Knick

 

Wir wagen es und sprechen dieses Thema an. Die Meinungen sind sehr unterschiedlich und die Debatte darüber sorgt für streitkräftigen Diskussionsstoff.

Trotzdem ist das Thema heutzutage nicht mehr vom Tisch zu kriegen. Damit finden wir, dass es auch offen angesprochen werden sollte. Denn das Thema kommt auf alle Eltern zu, selbst wenn sie ein Handverbot aussprechen, wird ihr Kind mit Sicherheit Kinder in der neuen Klasse haben, die ein Handy besitzen. Unsere Recherchen ergaben, dass sich wohl in jeder zehnten Schultüte ein Handy befinde Und die Argumente dieser Handy Befürworter überzeugen so manchen Handy-Gegner. Wenn man bedenkt, dass sich die Pro Ansätze schliesslich aus Sicherheitsgründen und dem Schutz der Kinder entwickelt haben.

 Letztendlich geht es auch bei dieser Diskussion, wie immer um die Frage: Was ist das Beste für mein Kind? Wir haben uns auf allen Seiten umgehört. Die gesammelten Meinungen sollen Euch dabei helfen, eure eigene Meinung zu bilden und Verständnis für die zu entwickeln, die es aus ihrer Argumentation eben anders machen.

Das Notfall-Handy wird eingesetzt von Eltern, die ihr Kind in jedem Fall immer erreichen möchten. dafür wird gerne ein einfaches Prepaid Gerät eingesetzt. Oftmals verfügt dieses dann auch nicht über einen Internetzugang. 

So wird der Missbrauch als „Spiele-Handy“ ausgeschlossen und es kann lediglich zum telefonieren und SMS schreiben genutzt werden. Der Fokus dieser Erziehung legt dabei wert darauf, sein Kind „laufen zu lassen“, ihm Freiraum zu geben und diesen Dank Handy mit seinen Eltern absprechen zu können. Denn die Sorge, dass dem Kind etwas passiert und man mich nicht erreichbar ist, möchten diese Familien damit ausschliessen.

#Medienkompetenz - Heutzutage kennt jedes Kind iPhone & Co

Die Befürworter des Smartphones plädieren darauf, dass sie es für Quatsch halten seinem Kind einen Handy-Knochen in die Hand zu geben, wenn Mama zu Hause ihr Kuchenrezept vom iPad abliest. Diese Eltern möchten ihr Kind nicht in die 90er Jahre zurückversetzen und sehen die Potenziale der neuen Möglichkeiten darin, dass man zu jeder Zeit an Wissen kommt und sich auch intellektuell durchs Leben googeln kann. 

Diese Argumentation wird oftmals damit unterstrichen, dass sich diese Eltern nicht nehmen lassen ihr Kind mit einer zeitlichen Begrenzung an zeitgemäße Geräte heranzuführen, anstatt ihm ein Museums-Stück mit Tastenfunktion in die Hand zu legen, was es so noch nie zuvor in seinem Leben gesehen hat. 

Diese Argumentation baut sich auf dem Stichwort Medienkompetenz auf.

#Zukunftsvisionen -  Heute ist nicht damals

Ein klares Ja, hört man auch von den Menschen, die nicht ganz ohne Grund sagen, dass wir damals alle noch gesagt haben wir brauchen das nicht, als Steve Jobs uns seine geniale Idee vorstellte. 

Heute ist das iPhone nicht mehr wegzudenken und insgeheim wünscht sich fast jeder eins.

Nicht immer nein sagen zu Visionen, offen sein für Innovationen. Selbstverständlich nicht alles mitmachen, aber abwarten ob ein nächster Genie Streich, wie Steve Jobs dahintersteckt. Vielleicht möchte ein Kind genau das tun, wenn es den Zugang zu Internet und dem digitalen Zeitalter bekommt.

#Selbstständigkeit - Den Kindern die Chance geben selber Lösungen zu finden

Dieser Blickwinkel spricht an, dass sich Kinder mit Handy meist darauf verlassen, dass sie Mama immer alles fragen können und diese immer jede Situation für sie klärt. 

Damit muss das Kind niemals selbstständig mit neuen Situationen umgehen. Und ihm wird die Chance genommen eigenverantwortlich zu handeln, um eigene Lösungsansätze zu entwickeln. 

Wird ihm die Möglichkeit jedoch gegeben, baut es sehr viel mehr Selbstvertrauen auf. 

Diese Kinder greifen nicht zum Handy, sondern meistern erfolgreich eine fremde Situation. Das stärkt sie und ist ein Privileg in ihrer Entwicklung, um sich auf das Leben vorzubereiten.

#Ablenkung - Gefährlicher Schulweg

Kinder die mit ihrem Handy auf dem Schulweg abgelenkt werden und den Strassenverkehr nicht mehr wahrnehmen, gefährden sich. Anstatt mit ihrem „Notfall-Handy“ in der Hand dafür zu sorgen, dass sich Mutti eben nicht mehr Sorgen machen muss.

Das kann ziemlich nach hinten losgehen, wenn die Kleinen auf ihren Bildschirmen versunken sind oder noch mit Kopfhörern im Ohr keine Gefahr mehr um sich herum wahrnehmen.

#Kindheit - Kinder einfach Kinder sein lassen

Kindern heutzutage schon alles auf’s Auge zu drücken, was unseren erwachsenen Alltag doch schon so stressig gemacht hat, wollen diese Eltern nicht für ihr Kind. 

Denn die ständige Kommunikation versetzt uns in Alarmbereitschaft und Stress, der sich ungesund auf uns auswirkt. 

Hier wird als Luxus nicht das neueste Handy mit allen Flatrates angesehen, sondern seinen Kindern eine unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen, in der sie einfach nur den Auftrag haben zu spielen.

#Kompetenz  - erstmal richtig schreiben und lesen lernen

In die Schultüte gehört ein Handy für diese Eltern noch nicht. Erst wenn ihre Kinder schreiben und lesen können, händigen sie eines aus. 

Wenn mein Kind in seinen Handy-Kontakten nicht mal die Namen lesen kann, die es antippen muss um mich zu erreichen und noch keine vernünftige SMS schreiben kann, fragen sich diese Eltern mit welchen primitiven Methoden andere Handy-Befürworter ihren Kindern die Nutzung eines Handys beibringen. 

Für diese Eltern gehört ein Handy in das Leben eines Kindes, wenn es dies auch bedienen kann.

Wir hoffen Euch beide Seiten dargestellt zu haben und Offenheit für die Argumente aller Eltern mitzugeben. 

So werden eure zukünftigen Elternabende bestimmt respektvoll miteinander ablaufen.

Bei unseren Recherchen haben wir eines festgestellt, dass sich alle eine Menge Gedanken darüber machen, was gut ist für ihr Kind. Und irgendwie hat doch jeder auf seine Art auch recht.

Wir wünschen allen einen guten Schulstart, ob mit oder ohne Handy!

Liebe Grüße,

Team Der Kleine Knick

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