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Schulweg - Warum Eltern Loslassen möchten und warum genau das so schwierig ist?

Der kleine Knick

Manche Eltern haben sich in den Ferien vor Schulbeginn vorbereitet, indem sie den Schulweg mit ihren Kindern geübt haben. Zuerst den sichersten Weg erkundet und dann mit ihrem Kind darüber gesprochen, was zu tun ist, wenn es diesen alleine gehen wird. Gemeinsam sind sie diesen dann immer wieder mit ihm gelaufen oder haben ihnen die öffentlichen Verkehrsmittel für diesen Weg gezeigt.

Und bei letzterem wird es schon schwieriger sein Kind in der Großstadt alleine loszulassen. Denn da glaubt man so viele Gefahren zu sehen. Aber klar, auch der Weg zu Fuß, setzt vollstes Vertrauen in die Fähigkeiten seines Kindes voraus. 

Hilfsmittel die das Kind beschützen, müssen individuell entschieden werden. Dabei sollten sich Eltern Fragen stellen zu Jahreszeiten und Bedingungen und werden für sich die entsprechenden Antworten finden. Die dunkle Jahreszeit im Winter, wird mit Leuchtreflektoren etc. wieder anders geplant als ein sonniger Sommertag. Ob man dem Kind ein Handy mitgibt, ist aber auch ein sensibles Thema unter Eltern.

Hierzu noch ein kleiner „Warnhinweis“, wenn man merkt, dass das Kind nicht auf „uncoole“ Warnwesten steht, sollte eine „coole“ Lösung von den Eltern vorgeschlagen werden. 

Denn so mancher von uns Erwachsenen erinnert sich bestimmt daran, wie aufgezwungenes Equipment auf dem eigenen Schulweg schnellstmöglich abgelegt wurde. Kratzende Strumpfhosen wurden ausgezogen und lieber frierend, dafür „cool“ in die Schule gegangen. Das eigene Kind wird es nicht anders machen. Bei seinen Überlegungen einfach ehrlich zu sich sein.

Warum Eltern Loslassen möchten, liegt meist schon daran, dass ihre Kinder das dringende Bedürfnis empfinden, den Weg alleine gehen zu wollen. 

Mit Sätzen, wie „die anderen gehen aber auch schon alleine“, werden Kinder hartnäckig das Loslassen der Eltern einfordern. 

Denn die anderen Kinder erzählen mit Sicherheit bei ihrer Ankunft in der Schule, was sie davor schon für einen Spass zusammen hatten, als sie gemeinsam zum Unterricht geschlendert sind. 

Die Welt entdecken und Unabhängigkeit gemeinsam mit Freunden erleben, dass ist es nämlich, was diejenigen die von ihren Eltern gebracht wurden bedauernd verpassen. 

Auch das Gefühl ernst genommen zu werden, indem ihnen zugetraut wird, dass sie dazu eigenverantwortlich fähig sind. 

Hier möchten wir nochmal dringend darauf hinweisen, dass das auch wirklich von dem zu bewältigenden Schulweg abhängt. Der Unterschied zwischen Großstadtdschungel und Landleben ist gegensätzlich. Für manche Familien sollten aus Sicherheitsgründen natürlich Kompromisse bestens funktionieren, damit es Eltern und Kind damit gut geht. 

Es nützt auch nichts, wenn eine Mutter jeden Morgen den Horror erlebt und voller Angst um ihr Kind in den Tag starten muss, nur weil sie die loslassende Mama spielt. Am Ende überträgt sich das dann, neben zu hohen Risiken, auch noch auf das Kind.

 

Die ersten Tage sind mit Sicherheit für alle Eltern schwierig. Vertrauen in sein Kind setzt dies voraus, aber nach einiger Zeit zu sehen, wie großartig sein eigenes Kind Verantwortung übernimmt, belohnt einen reichlich. 

Auf der heimlichen Türschwelle, werden Eltern ihr Kind empfangen, dass voller stolz über sich selber ist. Ein schönes Gefühl.

Und am Ende liegt einem sein Kind mit dem Satz in den Ohren: „Mama, Papa, ich KANN da doch schon alleine hingehen, ich muss doch selbstständig werden.“ Und ihr Eltern werdet voller stolz „Ja“ sagen.

Viel Spass wünschen wir allen neuen Schulkindern auf ihrem neuen Lebensweg!

Und Euch Eltern natürlich auch :) 

 

Sonnige Grüße - Team Der Kleine Knick

 

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